DER LANDSBERGER POESIEAUTOMAT VON HANS MAGNUS ENZENSBERGER

Wir entdeckten ihn im Zwischengeschoß des Literaturmuseums der Moderne in Marbach. Einmal auf einen Buzzer gedrückt, und der Poesieautomat spuckte auf einer Flughafenanzeigetafel ratternd Buchstaben aus, die sich Zeile für Zeile zum künstlichen Paradies, zum Gedicht, zu unserem Gedicht formten.

Ein Carnival of Words schrieb sich selbst:

»VORBILDLICHE LIEBKOSUNGEN ZUM FRÜHSTÜCK. DIESER GEIZIGE LUSTGEWINN AUF DER BÜHNE.
UND DIE LANGATMIGEN ORGASMEN: BENEIDENSWERT! ÜBRIGENS ERTRAGEN WIR DAS SCHON.
STATTDESSEN WIE IMMER WEICHE ZITATE. UNTER TRÄNEN AUSFLIPPEN!
BETEUERUNGEN. (›ICH WAR ABER SO SCHLAFF.‹) AM FLUGHAFEN KERZENLICHT.
DAS SCHWÄRMENDE ANDENKEN REUT UNS. NICHT DIE DIE GRÜBELEI. ANSTANDSHALBER SCHLAGEN WIR ERST MAL.
SPITZENGESPRÄCHE. ABFALL. FOSSILE PARADIESE. IN KLEINEN MENGEN NUTZT ALLES NICHTS.«

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