Bekenntnisse zweier Büchersüchtiger

Das unsere untherapierbaren Lesegewohnheiten abbildende Ergebnis eines online kursierenden Fragebogens:

  • Wir haben unseren eigenen Sachbearbeiter bei Amazon.
  • Unsere Kreditkartenabrechnungen werden per Büchersendung verschickt.
  • Die vielen Mails in unseren Mailboxen sind kein Spam, sondern die Lieferauskünfte unserer Online-Buchhändler.
  • Wir kaufen den dritten Band eines mehrbändigen Werkes und freuen uns, noch bevor wir zu lesen angefangen haben, auf den vierten.
  • Das Jahr teilen wir nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auf, sondern in Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst.
  • Unsere Stapel ungelesener Bücher ähneln in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa.
  • Wir verlassen das Haus niemals ohne Buch.
  • Die Familienmitglieder unser Romanhelden sind uns geläufiger als unsere eigenen Cousinen und Cousins.
  • Man nennt uns auch den »Schrecken der Antiquariate«.
  • Wir führen diverse Listen und legen Dateien an, um den Überblick über unsere Bücher zu behalten.
  • Die Wochenenden verbringen wir im Baumarkt, um uns neue Regalböden zuschneiden zu lassen.
  • Unsere Familien erkennen uns ohne Buch vor dem Gesicht kaum wieder.
  • Unser Postbote hasst uns.
  • Wir freuen uns über ein schlechtes Fernsehprogramm und damit mehr Lesezeit.
  • An Sonn- und Feiertagen bestellen wir entweder online oder gehen an den Hauptbahnhof, um uns Suchtstoff zu beschaffen.
  • Wir riechen in Buchhandlungen heimlich an Büchern und sehen uns dabei verstohlen um.
  • Wenn wir in den Urlaub fahren, haben wir die Klamotten im Handgepäck und die Koffer sind voller Bücher.
  • Beim Lesen von dicken Büchern studieren wir mehrmals zwischendurch den Klappentext.
  • Nach jedem Kapitel berechnen wir die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel.
  • Zu allen Festtagen wünschen wir uns Bücher, obwohl wir mindestens zwei Leben bräuchten, um unsere derzeitigen Stapel ungelesener Bücher auch nur annähernd abbauen zu können.
  • Unser Vermieter überlegt, uns zu kündigen, weil die Statik des Hauses nicht für unsere Buchmengen ausgerichtet ist.
  • Wir haben bereits Freundschaften gekündigt, weil wir ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen haben.
  • Nach der Beendigung eines Buches haben wir das Gefühl, einen guten Freund verloren zu haben.
  • Als ansonsten friedliebende Menschen hegen wir Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern.
  • Unsere Umgebung reagiert völlig schockiert, wenn sie uns ohne Bücher antrifft.
  • Anstatt vor ein Aquarium setzen wir uns vor unsere Bücherregale.
  • Wir sinnen ständig über kreative Möglichkeiten nach, noch mehr Bücherstapel unterzubringen.
  • Und wir rufen andauernd: »Oh! Eine Buchhandlung!«
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