Lazy Thursday Morning

Es gibt Tage, die nicht tagen. Sie wollen das Morgengrauen einfach nicht ablegen. Stattdessen verharren sie in einer melancholischen Zwischenzeit. Dazu leichter, steter Regen. Man hört, wie er langsam die Fenster hinabrinnt, auf Straße und Wiese plätschert und rauschend im Gulli verschwindet.

Das Haus nebenan ist immer noch von Lichtern erfüllt. Sie sind wie kleine Leuchttürme im grauen Meer eines Nicht-Tages. Ein Mann gießt seine Blumen. Eine Frau hängt Wäsche auf. Ein Kind sitzt am Laptop. Und auf den Dächern sitzen Dohlen, über ihnen kreisen Krähen im Wind. Auf den Bäumen wanken kleine Meisen auf und ab.

Am besten bleibt man im Bett. Oder sollte man aufstehen und hinaustreten in diese indifferente Atmosphäre? Vielleicht spaziert man anfangs ziellos umher, nimmt dann einen Bus in die Stadt, schlendert durch eine Buchhandlung, vielleicht ein Antiquariat. Doch man sollte nichts Bestimmtes suchen. Man sollte finden, eine überraschende Entdeckung machen. An solchen Tagen liegt das Glück zwischen zwei Buchdeckeln. Anschließend ein verwegener Abstecher in ein Eiscafé. Oh ja, ein Spaghettieis mit Pistaziengeschmack. Der Farbtupfer schlechthin an Tagen wie diesen.

Advertisements

Kommentare sind herzlich willkommen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s