Die Leiden des weißen Tuches

Schweigend stand ein sanftes Taschentuch auf dem Weg. Zerrissen bäumte sich mit letzter Kraft eine Lavendelduftfront auf und reizte diverse Schleimhäute unheimlich zart. Lange Zeit prasselten Tränen auf das einst schneeweiße Viereck ein. Es war der Freund, der mit sämtlichem Leid beladen wurde. All die Trauer, all der Schmerz wurde ihm aufgebürdet. Nach der Beichte warf man das gedemütigte Tuch rotzfrech weg. Gebrandmarkt mit negativen Gefühlen ließ man es fallen. Allein.

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